Bestürzung über Vandalismus an Roter Bank

Eine sogenannte Rote Bank, die am 25. November 2025 anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen eingeweiht worden war, wurde bereits wenige Tage später mit verfassungsfeindlichen Schmierereien beschädigt und musste am 7. Dezember abgebaut werde. 

Die Bank trug die Aufschrift „Nimm Platz gegen Gewalt“ und war mit einem QR Code versehen, der direkt zu regionalen Unterstützungsangeboten für Betroffene häuslicher Gewalt führt. Als sichtbares Mahnmal sollte sie für Aufklärung, Solidarität und Hilfsbereitschaft sensibilisieren. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

„Die Zerstörung dieses Symbols ist ein schockierender Angriff auf die Werte, die es repräsentiert: Solidarität und Unterstützung für diejenigen, die unter Gewalt leiden. Dass dieses Mahnmal so kurz nach seiner Aufstellung verunstaltet wurde, ist nicht nur ein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern auch eine traurige Erinnerung daran, wie wichtig der fortwährende Kampf gegen Gewalt ist“, erklärt Sozialdezernentin Ilona Helbing.

Trotz des Vorfalls betonen die Verantwortlichen, dass das Engagement gegen häusliche Gewalt unvermindert fortgesetzt wird. Der Arbeitskreis Häusliche Gewalt sowie die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises prüfen derzeit, wie und wann die Rote Bank erneut im öffentlichen Raum aufgestellt werden kann. Ziel bleibe es, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und Betroffenen niedrigschwellige Hinweise auf Unterstützungsangebote zu geben.

Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, weiterhin solidarisch zu bleiben und hinzuschauen. Wer Hilfe benötigt oder Informationen sucht, kann sich an die regionalen Beratungsstellen wenden, die auch künftig über die bekannten Kanäle erreichbar sind.