Holz und Reisig, das bereits längere Zeit aufgeschichtet wurde, dient häufig als Unterschlupf für Igel, Hasen, Amphibien und Vögel. Beim Abbrennen solcher Haufen können die Tiere in Lebensgefahr geraten.
Viele Kleintiere nutzen Reisig und Holzstapel als geschützten Lebensraum. Besonders in strukturarmen Landschaften bieten diese Haufen wichtige Rückzugsorte. Werden Osterfeuer unbedacht entzündet, können sich darin versteckte Tiere nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auch brütende Vögel sind betroffen.
Der NABU empfiehlt daher, das Brennmaterial möglichst erst kurz vor dem Abbrennen aufzuschichten. Wurde der Holzstapel bereits länger angelegt, sollte er am Tag des Osterfeuers vorsichtig umgeschichtet werden. Auf diese Weise erhalten Tiere die Möglichkeit zu flüchten.
Darüber hinaus weist der Naturschutzbund darauf hin, dass Reisig und Schnittholz grundsätzlich wertvolle Lebensräume darstellen. Statt verbrannt zu werden, können sie im Garten oder in der Landschaft als Rückzugsorte für Insekten, Vögel und Kleinsäuger dienen. Bereits kleine Strukturen aus Totholz oder Reisig tragen dazu bei, die biologische Vielfalt zu fördern. "Mit einfachen Maßnahmen lassen sich traditionelle Osterfeuer und Naturschutz miteinander vereinbaren. Eine sorgfältige Vorbereitung hilft, Tiere zu schützen und den Brauch verantwortungsvoll zu pflegen", heißt es vom NABU abschließend.
