Leinefelde. Das Repariercafé und das Stadtteilbüro in der Leinefelder Bachstraße haben zusätzliche Räume erhalten und damit einen wichtigen Entwicklungsschritt vollzogen. Durch die Erweiterung stehen den Ehrenamtlichen, den Nutzern und neuen Projekten deutlich bessere und vielseitigere Möglichkeiten zur Verfügung.
Ausgangspunkt war der stetig wachsende Bedarf: Seit dem Start des Stadtteilmanagements im Jahr 2021 sind zahlreiche Angebote entstanden, darunter das Repariercafé, die Nähwerkstatt sowie weitere nachbarschaftliche Initiativen. Die bisherigen Flächen im Erdgeschoss des Hochhauses reichten dafür nicht mehr aus. Nach den früheren Räumen einer Kinderarztpraxis wurden nun auch die angrenzenden Flächen einer zweiten Praxis in das Projekt integriert.
Eigentümerin des Gebäudes ist die Wohnungsbau- und Verwaltungs-GmbH Leinefelde-Worbis (WVL), die den Ausbau umgesetzt und die Räume weiterhin mietfrei zur Verfügung stellt. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 50.000 Euro, etwa 30 Prozent davon wurden über Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm gedeckt. Der Umbau begann nach dem Förderbescheid im September und wurde bis zum Dezember 2025 abgeschlossen.

Mit der Erweiterung sind neue Funktionsbereiche entstanden. Dazu gehören ein separates Lager, ein eigener Raum für Fahrradreparaturen sowie Flächen für handwerkliche und kreative Tätigkeiten. Geplant ist unter anderem eine frei nutzbare Werkbank mit Werkzeug, die auch für Bastelarbeiten oder das Gestalten von Geschenken genutzt werden kann. Zusätzlich wurde ein Kreativraum eingerichtet, der perspektivisch auch als Lernwerkstatt für Kinder genutzt werden kann. Für weitere Räume sind neue Nutzungen vorgesehen, die sich an den Ideen der Bewohner orientieren.
Auch die bestehenden Gemeinschaftsräume werden weiterentwickelt. Einer der Räume wird künftig als Besprechungsraum mit großem Tisch genutzt und steht auch Vereinen für kleinere Treffen oder Sitzungen zur Verfügung. Die Koordination der Nutzung erfolgt über das Stadtteilbüro.

Das Repariercafé rund um die beiden Stadtteilmanager Diana Braune und Markus Friedrich hat sich durch kontinuierliches Engagement, viele erfolgreiche Projekte und ein stetig wachsendes Angebot längst über das Quartier hinaus etabliert. Immer wieder wurden neue Ideen aufgegriffen und gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Bewohnern in konkrete Angebote überführt.
Inzwischen wird das Repariercafé auch von Besucherinnen und Besuchern aus anderen Teilen des Eichsfelds genutzt. Neben der Reparatur defekter Geräte hat sich der Standort zu einem offenen Treffpunkt für Austausch, gemeinsames Arbeiten und nachbarschaftliches Engagement entwickelt. Die Erweiterung schafft nun die räumlichen Voraussetzungen, um diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen und weiteren Projekten im Stadtteil Raum zu geben.
