Gut verpackt auf großer Reise: „Mutter Natur“ verlässt Leinefelde

Leinefelde-Worbis. Gut verpackt wie eine Mumie und sicher auf dem Transporter verstaut: Die hölzerne „Mutter Natur“ hat Leinefelde-Worbis verlassen. Am Donnerstag machte sich die über zwei Meter hohe Skulptur auf den Weg nach Triptis. Dort wird sie künftig an die nächste Thüringer Landesgartenschau erinnern, die 2030 gemeinsam in Triptis, Pößneck und Neustadt an der Orla unter dem Motto „Zusammen.Wachsen“ stattfindet.

Die außergewöhnliche Holzfigur ist längst zu einer Art Wanderbotschafterin der Thüringer Landesgartenschauen geworden. Geschaffen wurde sie vom Holzbildhauermeister Ronny Denner aus der Rhön, der sie aus einem Eichenstamm schnitzte. Besonders auffällig ist ihr imposanter Kopfschmuck: ein weit ausladendes Vogelnest aus Ästen.

Ihre Reise führte „Mutter Natur“ zunächst von der Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden nach Apolda, wo sie 2017 die Gartenschau begleitete. Am 26. November 2018 wurde sie schließlich im Beisein der damaligen Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller an Leinefelde-Worbis übergeben. Zunächst fand sie ihren Platz im Foyer des Rathauses „Wasserturm“.

Während der Landesgartenschau 2026 begrüßte die hölzerne Dame die Besucher im Eingangsbereich des Blumenblocks. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung am 11. Oktober durfte sie sogar noch einmal auf die große Bühne, bevor nun endgültig Abschied genommen wurde.

LGS-Mitarbeiter sorgten dafür, dass die empfindliche Holzfigur sorgfältig verpackt und sicher verladen wurde. Damit geht ihre Reise durch Thüringen weiter – und ein kleines Stück Landesgartenschau-Geschichte aus Leinefelde-Worbis zieht in die Orlaregion.