Marode Nissebrücke in Hundeshagen wird abgerissen

Hundeshagen. Die seit Februar für den Fahrzeugverkehr voll gesperrte Nissebrücke in der Gemeindestraße „Dautel“ im Ortsteil Hundeshagen soll abgerissen und durch eine provisorische Behelfsüberfahrt ersetzt werden. Damit will die Stadt Leinefelde-Worbis die Verkehrsanbindung der betroffenen Anlieger deutlich verbessern und zugleich verhindern, dass die nicht mehr standsichere Brücke weiterhin unbefugt befahren wird.

Nissebrücke Hundeshagen

Die Nissebrücke befindet sich bereits seit längerer Zeit in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Wie das städtische Bauamt mitteilt, waren nach einer Bauwerksprüfung im Jahr 2022 zunächst eine Tonnagebegrenzung auf 7,5 Tonnen sowie eine Fahrbahneinengung angeordnet worden. Am 14. Februar 2026 verschärfte sich die Situation erheblich: Teile des Mittelpfeilers stürzten ein.

„Seitdem ist die Brücke für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt, da sie die Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr erfüllt“, erklärt das städtische Bauamt.

Unmittelbar nach dem Einsturz musste eine provisorische Umleitung eingerichtet werden. Die Gemeindestraße erschließt rund 50 Wohngebäude. Diese sind derzeit nur über einen längeren, schmalen und teilweise sehr steilen Wirtschaftsweg mit Fahrzeugen erreichbar.

Auch der Betrieb dieser Umleitungsstrecke ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Unter anderem muss eine Ampelanlage betrieben und die Verkehrssicherheit des provisorisch genutzten Wirtschaftsweges dauerhaft gewährleistet werden.

Hinzu kommt laut Angaben des Bauamtes ein weiteres Sicherheitsproblem: Wiederholt sei die Absperrung an der Brücke zur Seite geschoben und das marode Bauwerk trotz Vollsperrung mit Fahrzeugen überquert worden. Um diese Gefahr dauerhaft auszuschließen, hat sich die Stadt Leinefelde-Worbis für den Abriss der beschädigten Brücke entschieden.

An ihrer Stelle wird zunächst eine provisorische Behelfsüberfahrt geschaffen. Der Durchfluss der Nisse soll während dieser Übergangsphase durch Stahlbetonrohre sichergestellt werden.

Nach derzeitigem Stand soll die Maßnahme bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Mit der Behelfsüberfahrt soll die Erreichbarkeit der betroffenen Grundstücke wieder deutlich verbessert und die aufwendige derzeitige Umleitung entlastet werden.