Zehn Floristen aus Südkorea zeigen derzeit ihr Können auf der Kunstetage im dritten Obergeschoss des Blumenblocks auf der Landesgartenschau. Die fast 50 floristischen Werke bilden einen spannenden Kontrast zu den Exponaten der Studenten der Bauhaus Uni Weimar und der Werksschau von Künstler Christoph Haupt aus Heiligenstadt. Die Sonderausstellung ist bis zum 16. August zu sehen.
Die Koreaner haben gerade eine zweiwöchige Fortbildung im Grünberger Bildungszentrum Floristik GmbH in Frankfurt/Main absolviert. Dessen Geschäftsführer Werner Paizdzior stellte den Kontakt zur Landesgartenschau her und bot an, die Floristikschau im Blumenblock zu erweitern. Er ist Floristmeister und Gärtnermeister und betreut mit seinem Team jedes Jahr Interessenten aus Korea, die in Deutschland ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf dem Gebiet der Floristik verbessern wollen. Deutschland ist eines der wenigen Ländern, in denen Floristen eine richtige Ausbildung durchlaufen. Die Koreaner haben meist schon Grundkenntnisse und lernen bei ihrer Fortbildung mehr über Farben und Formen, Proportionen und Gestaltung.
Am Ende der Fortbildung stand eine Zertifizierung durch die Industrie- und Handelskammer in den Bereichen Level Florist bzw. Level Floristmeister. Die entsprechenden Zertifikate bekamen die Teilnehmer am Mittwoch in Leinefelde samt einer Medaille ihres Ausbilders überreicht, nachdem sie ihre Werke im Blumenblock aufgebaut hatten. Von der Landesgartenschau gab es für jeden eine Teilnahmeurkunde – und natürlich Dank und Lob für das Engagement.
„Das ist eine richtig schöne Ergänzung für unseren Blumenblock“, freute sich Kuratorin Natalie Hünger von der Stadtverwaltung Leinefelde-Worbis, die das Projekt „Blumenblock“ im Oktober vergangenen Jahres übernommen und die Ausstellungen in den drei oberen Etagen koordiniert.
Und es wird eine zweite Sonderausstellung koreanischer Floristen geben, und zwar vom 21. August bis zum 6. September. Dann kommen nochmal acht Koreaner mit 40 Werken nach Leinefelde.
