Leinefelde. Hüte in nahezu allen Formen und Materialien, farbenfrohe Gartentiere, Windspiele und so mancher humorvolle Spruch: Direkt neben dem Keramikstand von Reglindis Schütze gibt es auf dem Gärtnermarkt der Landesgartenschau einen weiteren Pavillon, an dem sich ein genauer Blick lohnt. Hier präsentiert Tommy Krausche von KNK Kopfbedeckung & Naturwaren Krausche aus Kodersdorf ein Sortiment, das ebenso praktisch wie unterhaltsam ist.
Für Kopfbedeckungen jeder Art
Im Mittelpunkt stehen Kopfbedeckungen für beinahe jede Jahreszeit und Gelegenheit. Das Angebot reicht von leichten Stoffmützen, Schiebermützen und sportlichen Caps über Woll-, Leder- und Strohhüte bis zu Modellen aus Fell für den Winter. Bekannte Marken wie Stetson und Scippis sind ebenso vertreten wie italienische Strohhüte mit waschbarem Schweißband. Für Reisen gibt es knautschbare Hüte, die sich problemlos im Koffer verstauen lassen. Leichte und atmungsaktive Caps mit UV-Schutz richten sich besonders an Menschen, die im Sommer viel zu Fuß, mit dem Fahrrad oder anderweitig sportlich unterwegs sind.
Nach Beobachtung von Tommy Krausche werden Hüte immer beliebter. Dafür spiele neben modischen Gründen vor allem der Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung und Hitze eine Rolle. Welches Modell geeignet ist, hängt dabei nicht nur von der Kopfform und dem persönlichen Geschmack, sondern auch vom Material ab. Zur Auswahl stehen unter anderem Stroh, Baumwolle, Leder und sogar Papier. Zum Unternehmen gehört außerdem eine eigene Kürschnerei. Dort können individuelle Kundenwünsche fachgerecht umgesetzt und Produkte nach persönlichen Vorstellungen angepasst oder angefertigt werden.
Der Panamahut kommt aus Ecuador
Zu den beliebten Klassikern zählt der Panamahut. Sein Name führt allerdings geografisch in die Irre: Die traditionsreiche Kopfbedeckung stammt ursprünglich aus Ecuador und wird aus den Fasern der Toquilla-Pflanze geflochten. Die Bezeichnung setzte sich unter anderem deshalb durch, weil die Hüte über Panama in andere Länder exportiert wurden. Internationale Bekanntheit erlangten sie zusätzlich, als US-Präsident Theodore Roosevelt 1906 bei einem Besuch der Baustelle des Panamakanals einen solchen Hut trug. Die traditionelle ecuadorianische Flechtkunst wurde 2012 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Doch der Stand hat weit mehr zu bieten als Kopfbedeckungen. Zum Sortiment gehören Schaffelle und als besondere Dekoration während der Landesgartenschau sogar ein großes Rindsfell. Hinzu kommen Windspiele, Blechfische mit einem Fach für Teelichte, farbenfrohe Käfer, Raupen, Vögel und Eulen sowie weitere Dekorationsartikel für Garten, Terrasse und Balkon. Zwischen den tierischen Figuren finden sich zudem Schilder mit humorvollen Sprüchen, die bei vielen Gästen für ein Schmunzeln sorgen.
Die sächsischen Hut-Experten sind regelmäßig auf Landesgartenschauen unterwegs. In Leinefelde-Worbis fülle sich der Stand besonders am Nachmittag, wenn zahlreiche Gäste vom Hauptgelände über den Gärtnermarkt zum Blumenblock gehen, berichtet Tommy Krausche. Dann werde fleißig probiert, verglichen und vor dem Spiegel geprüft, welcher Hut am besten sitzt.
Kurze Wege während der Landesgartenschau
Für die Monate der Landesgartenschau hat Krausche eine Wohnung in der Leinefelder Südstadt bezogen. Die kurze Entfernung zu seinem Arbeitsplatz weiß er zu schätzen. „Das ist hier wunderbar geregelt“, sagt Krausche. Seine Unterkunft liege nur einen Steinwurf vom Stand entfernt. Bei früheren Veranstaltungen habe er schon deutlich längere Anfahrtswege und wesentlich weiter entfernte Einkaufsmöglichkeiten erlebt.
Noch bis zum 11. Oktober auf dem Gärtnermarkt
Neben dem Geschäft auf Märkten und Gartenschauen betreibt das Unternehmen einen nach Bedarf geöffneten Hofladen in Görlitz sowie einen weiteren Laden im Spreewald. In Leinefelde-Worbis bleibt der Stand noch bis zum Abschluss der Landesgartenschau am 11. Oktober geöffnet.
Der Gärtnermarkt befindet sich direkt vor dem Blumenblock und lädt täglich von 10 bis 18 Uhr zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein. Er liegt außerhalb des eintrittspflichtigen Gartenschaugeländes und kann daher kostenfrei besucht werden. Stadt-App-Nutzer finden hier mehr Fotos
