Heuthen. Am Unstrut-Leine-Radweg zwischen der Unstrutquelle in Kefferhausen und Geisleden gibt es eine neue Anlaufstelle für Radfahrer und Spaziergänger. Direkt an der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser wurde in Heuthen ein neuer Rast- und Infopunkt eingerichtet.
Entstanden ist die Infostelle als Gemeinschaftsprojekt der Waldgenossenschaft „Waldinteressenten Heuthen“ und der Naturparkverwaltung Eichsfeld-Hainich-Werratal. Zwei Informationstafeln vermitteln Wissenswertes über die Bedeutung von Totholz im Wald und stellen zugleich die vielfältigen Landschaftsräume des Naturparks vor.
Totholz als wichtiger Lebensraum
Eine der Tafeln beschäftigt sich mit dem natürlichen Kreislauf des Waldes. Sie zeigt, warum abgestorbene Bäume und morsche Äste wichtige Lebensräume für Pilze, Insekten, Vögel und Pflanzen sind. Direkt neben der Infostelle lässt sich das Thema auch praktisch entdecken: Dort befindet sich eine mächtige Buche, die vor zwei Jahren im Zuge der Verkehrssicherung gefällt wurde.
Eine zweite Tafel gibt einen Überblick über den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und seine drei prägenden Landschaftsräume Eichsfeld, Hainich und Werratal. Damit soll zugleich Lust darauf gemacht werden, die Region weiter zu erkunden.
Umweltbildung direkt am Radweg
Zur offiziellen Übergabe des neuen Infopunktes kamen jetzt Vertreter der Projektpartner vor Ort zusammen. Für die Waldgenossenschaft begleiteten Katharina Hey und Stephan Kruse die Einweihung. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung der Umweltbildung hervorgehoben. Ein vermeintlich „aufgeräumter“ Wald sei nicht automatisch ein gesunder Wald. Gerade Totholz bilde einen wertvollen Bestandteil des Ökosystems.
Auch Uwe Müller vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal unterstrich den Mehrwert des neuen Angebotes für den regionalen Radtourismus und die Naherholung. Mit der Infostelle werde Umweltbildung mit Informationen über die landschaftliche Vielfalt des Naturparks verbunden.
Der neue Rast- und Infopunkt lädt damit nicht nur zu einer kurzen Pause auf dem Unstrut-Leine-Radweg ein, sondern bietet gleichzeitig Gelegenheit, die Natur des Eichsfeldes aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
