Leinefelde. Zwölf Blumenschauen, zwölf Themen und immer wieder ein völlig neues Gesicht: Der Blumenblock zählt zu den besonderen Publikumsmagneten der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis. Damit innerhalb weniger Tage aus einer vollständigen Ausstellung eine neue florale Erlebniswelt entstehen kann, wird im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss regelmäßig kräftig umgebaut.
Während dieser Wechselzeiten öffnet sich für die Gäste ein sonst meist verborgener Blick hinter die Kulissen. Sie können Floristikmeister Christopher Ernst und seinem Team über die Schulter schauen und unmittelbar verfolgen, wie Räume zunächst geleert, gestalterische Strukturen aufgebaut, Pflanzen arrangiert und aus vielen einzelnen Elementen neue Gesamtbilder geschaffen werden. Was anfangs noch reduziert erscheint, wächst Schritt für Schritt zu einer vollständig inszenierten Blumenschau.
Dieser Werkstattcharakter ist Teil des besonderen Konzepts. Die Ausstellungen werden während des laufenden Gartenschaubetriebs gewechselt. Dadurch bleibt der Entstehungsprozess sichtbar und macht deutlich, wie viel Kreativität, handwerkliches Können und präzise Arbeit hinter den floralen Inszenierungen stehen. Zugleich bleiben während der Umbautage weitere bereits gestaltete Bereiche der Blumenhalle zugänglich.
Auch oberhalb der wechselnden Blumenschauen gibt es im Blumenblock viel zu entdecken. Auf fünf Etagen verbinden sich Floristik, Kunst, Gartenbau, Stadtgeschichte und Erinnerungen an das Wohnen in der Platte. Zu sehen sind unter anderem die Zwergenwerkstatt der Gartenzwergmanufaktur Gräfenroda, Ausstellungen zu Grünen Berufen und zur Gartenbaugeschichte, künstlerische Projekte, die originale DDR-Nostalgiewohnung sowie die Schau über abenteuerliche Motorradreisen aus einer Leinefelder Garage hinaus in die Welt. Insgesamt verfügt der ungewöhnliche Ausstellungsort über 1800 Quadratmeter Fläche.
Aktuell lädt die Ausstellung „Monoton und Vielfältig“ bis zum 9. August dazu ein, Wiederholungen, Strukturen und die feinen Unterschiede innerhalb der Pflanzenwelt neu wahrzunehmen. Vom 10. bis 12. August entsteht vor den Augen der Gäste die nächste Inszenierung. Ab dem 13. August präsentiert sich der Blumenblock dann mit „Fruchtbar und Öde“ erneut in einem vollkommen veränderten Erscheinungsbild.
Bis zum Finale der Landesgartenschau folgen außerdem die Themen „Mystisch und Rational“, „Modern und Tradition“ sowie „Begegnung und Trennung“. Der Blumenblock bleibt damit ein Ausstellungsort im ständigen Wandel und bietet bei jedem Besuch neue Eindrücke.
