Umweltminister würdigt Worbiser Bärenpark

Es war sein erster Besuch in der Einrichtung seit seinem Amtsantritt im Dezember 2024. Im Mittelpunkt standen die Arbeit der STIFTUNG für BÄREN sowie aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen im Tier-, Arten- und Naturschutz.

Begrüßt wurde der Minister von Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN, der Worbiser Projektleiterin Tonja Liersch, ihrer Stellvertreterin Leona Köver sowie Raoul Schwarze, Projektleiter des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald. Seitens der Stadt Leinefelde-Worbis nahmen Bürgermeister Christian Zwingmann und Natalie Hünger, Leiterin des Fachamtes Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und Kultur, an dem Termin teil.

Zum Auftakt besichtigten die Teilnehmer das Erweiterungsgelände des Bärenparks. Die Fläche entstand im Rahmen einer deutschlandweit einzigartigen Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium. Dort sollen verletzte und verwaiste heimische Wildtiere aufgenommen, versorgt und nach Möglichkeit wieder ausgewildert werden.

Anschließend führte ein Rundgang durch die weitläufigen Freianlagen des Alternativen Bärenparks. Bei einem Zwischenstopp im Bistro Bärenblick tauschten sich die Beteiligten über zentrale Fragen des Tier- und Artenschutzes aus. Thematisiert wurden unter anderem die Situation des Tierschutzes in Deutschland, eine mögliche Positivliste für Heimtiere sowie die Rückkehr von Bär, Wolf und Luchs in ihre natürlichen Lebensräume.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie soll Wissen über ökologische Zusammenhänge vermitteln, das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur stärken und damit einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel leisten.

Minister Tilo Kummer zeigte sich von der Größe der Freianlagen und der Arbeit der Stiftung beeindruckt. Er betonte, wie wichtig es sei, der zunehmenden Entfremdung von der Natur entgegenzuwirken und den respektvollen Umgang mit Wildtieren wieder stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern.

„Der Standort des Alternativen Bärenparks Worbis leistet eine unglaublich wichtige Arbeit im Umwelt-, Natur- und Tierschutz für das Land Thüringen. Neben der unmittelbaren Tierschutzarbeit wirkt auch die hier geleistete Bildung für nachhaltige Entwicklung der heutigen Entfremdung von der Natur entgegen“, erklärte Umweltminister Tilo Kummer.

Bernd Nonnenmacher unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Freistaat: 

„Die Kooperation mit dem Umweltministerium ist essenziell für einen nachhaltigen Wildtier- und Artenschutz in Thüringen. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns darauf, diesen gemeinsamen Weg auch künftig fortzuführen.“

Der Besuch machte deutlich, dass der Worbiser Bärenpark nicht nur ein wichtiger Zufluchtsort für Tiere aus schlechter Haltung ist. Mit seinen Artenschutzprojekten, Bildungsangeboten und der geplanten Aufnahme heimischer Wildtiere übernimmt der Standort zugleich eine bedeutende Funktion für den Natur- und Umweltschutz in Thüringen.