Die gute Nachricht: Es wird alles dafür getan, dass es in seiner 101. Badesaison im Sommer 2027 wieder für die Besucher geöffnet werden kann. Dass größere Sanierungsarbeiten notwendig werden, wurde spätestens in der Badesaison 2025 offensichtlich, als rund 12.000 Kubikmeter Badewasser in unbekannte Richtung aus dem Becken liefen.
Dieser enorme Wasserverlust hatte seinerzeit auch den Wasserzweckverband alarmiert, der dem Freibad die Trinkwasserzufuhr aus Sicherheitsgründen abdrehen musste. Folge des Leerlaufens des Beckens war natürlich das Aussetzen der Filtertechnik, sodass ein Weiterbetrieb nicht mehr möglich war.
100.000 Euro wurden vom Stadtrat für erste bauliche Maßnahmen sofort bewilligt. Witterungsbedingt konnten die Arbeiten aber erst Anfang März beginnen. Mit Öffnung der Baugrube hat sich das Ausmaß des Schadens dargestellt – und dass er nur kompliziert zu beheben ist. Denn in das ursprüngliche Becken des Hundeshagener Beckens, das vor 100 Jahren gebaut wurde, hatte man im Laufe der Jahrzehnte bei Sanierungen zwei weitere einfach hineingesetzt und die Verrohrung jeweils durchgeführt und einbetoniert. Man kommt an die Wasserleitungen also nicht mehr so einfach heran.
Als „Schuldige“ für den Wasserverlust wurden die Düsen ermittelt, die durch alle drei Becken geführt werden. Beim Versuch, ein neues Düsensystem auf dem jüngsten Beckenboden zu installieren, wurde schnell klar, dass das nicht funktioniert – weil der Untergrund nur aufgeschüttet wurde und nicht betoniert. Es fehlt also eine geeignete Befestigungsfläche. Eine weitere Erkenntnis war, dass die Folie erneuert werden muss, will man neue Düsen installieren.
„Daher müssen wir unsere Freibadgäste leider auf das kommende Jahr vertrösten“, bedauert Simone Haase, die neue Geschäftsführerin der Sport- und Freizeit Leinefelde-Worbis GmbH, die das Freibad wie auch das Leinebad betreibt.
Zusammen mit Ortsteilbürgermeister Falko Seifert arbeitet Bürgermeister Christian Zwingmann daran, das Freibad Hundeshagen zukunftssicher zu machen. Auch mit dem eigens gegründeten Förderverein, der sich ehrenamtlich einbringt, werde alles dafür getan, dass die Bauarbeiten bis zur nächsten Badesaison abgeschlossen sind, betonen Simone Haase und Christian Zwingmann. Sie richten schon jetzt einen herzlichen Dank an den Förderverein für seine tatkräftige Unterstützung zum Erhalt des Waldbades.
