Leinefelde. Im Blumenblock der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis beginnt der floristische Endspurt keineswegs schon mit der letzten Ausstellung. Noch bis zum Finale der Gartenschau am 11. Oktober dürfen sich die Besucher auf zwei unterschiedliche Inszenierungen von Floristikmeister Christopher Ernst und seinem Team freuen.
Seit dem 10. September ist im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss die Ausstellung „Modern und Tradition“ zu erleben. Sie bleibt bis einschließlich 27. September geöffnet und verbindet moderne floristische Gestaltung mit traditionellen Techniken und kulturellen Bezügen.
Christopher Ernst zeigt dabei, dass Tradition und zeitgemäße Floristik keine Gegensätze sein müssen. Bewährte Gestaltungselemente treffen auf moderne Formen, Materialien und Ideen. Vergangenheit und Gegenwart treten miteinander in einen gestalterischen Dialog und machen sichtbar, wie vielseitig und wandelbar das floristische Handwerk ist.
Noch eine weitere Ausstellung folgt
Nach „Modern und Tradition“ ist im Blumenblock noch nicht Schluss. Vom 28. bis 30. September werden einzelne Bereiche für den nächsten und zugleich letzten Themenwechsel umgestaltet. Während dieser Aufbauphase können deshalb Teile der Floristikausstellung vorübergehend nicht besichtigt werden.
Ab 1. Oktober öffnet dann die Abschlussausstellung „Begegnung und Trennung“. Sie ist bis zum letzten Tag der Landesgartenschau am 11. Oktober zu sehen und greift passend zum bevorstehenden Finale Themen wie Begegnung, Abschied und Übergang auf.
Damit erhält der Blumenblock zum Abschluss eine besonders emotionale Inszenierung. Schließlich war das ehemalige Wohngebäude während der Landesgartenschau weit mehr als eine ungewöhnliche Blumenhalle. Über Monate hinweg wurde es zu einem Ort, an dem Menschen zusammenkamen, Erinnerungen geweckt wurden und Floristik, Kunst und Stadtgeschichte eine außergewöhnliche Verbindung eingingen.
Der Blumenblock ist weit mehr als die Blumenschau
Ein Besuch lohnt sich dabei nicht nur wegen der wechselnden floristischen Inszenierungen auf den ersten beiden Ebenen. Der ehemalige Plattenbau ist auf insgesamt fünf Etagen zu einem außergewöhnlichen Ausstellungsort geworden, der Floristik, Kunst, Geschichte und Alltagskultur miteinander verbindet.
Zu entdecken gibt es unter anderem Kunst und Arbeiten rund um das Leben und Wohnen in der Platte sowie Ausstellungen zur Geschichte Leinefeldes und zum Stadtumbau. Auch die mit zahlreichen Originalgegenständen eingerichtete Nostalgiewohnung „So wohnten wir in der DDR“ gehört zu den besonderen Publikumsmagneten. Sie lässt den Alltag vergangener Jahrzehnte unmittelbar wieder lebendig werden.
Weitere Präsentationen nehmen die Besucher mit auf außergewöhnliche Reisen und beleuchten unterschiedliche Facetten der Stadt und ihrer Geschichte. So wird aus dem Rundgang durch den Blumenblock eine Entdeckungstour, für die ausreichend Zeit eingeplant werden sollte.
Zwei floristische Welten bis zum Finale
Für die letzten Wochen der Landesgartenschau ergibt sich damit ein klarer Fahrplan:
- 10. bis 27. September: „Modern und Tradition“
- 28. bis 30. September: Umbauphase, einzelne Bereiche der Floristikausstellung vorübergehend nicht zugänglich
- 1. bis 11. Oktober: „Begegnung und Trennung“
Die Landesgartenschau endet am Sonntag, 11. Oktober 2026. Auch der Blumenblock kann bis dahin besucht werden. Der letzte Einlass in das Gebäude ist täglich um 17.30 Uhr, geschlossen wird um 18 Uhr.
