Sinkende Schülerzahlen: Schulstandorte im Eichsfeld auf dem Prüfstand

Heiligenstadt. Der Landkreis Eichsfeld hat die Ergebnisse seiner aktuellen Schulnetzplanung vorgestellt. Aufgrund sinkender Schülerzahlen zeichne sich für die kommenden Jahre ein deutlicher Handlungsbedarf ab. Ziel sei es, auch künftig eine verlässliche Unterrichtsversorgung, gute Bildungs- und Betreuungsangebote sowie geeignete räumliche Bedingungen an den Schulen sicherzustellen", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes.

Grundlage der Planung sind demnach unter anderem die prognostizierte Entwicklung der Schülerzahlen, Vorgaben zur Klassenbildung, der Zustand der Schulgebäude, bestehende Busverbindungen sowie Veränderungen in der Schullandschaft. Für das Schuljahr 2032/33 wird ein Rückgang der Einschulungen um rund 51 Prozent prognostiziert.

Die Untersuchung enthält verschiedene Handlungsempfehlungen und mögliche Entwicklungsszenarien bis etwa 2035. Vorgeschlagen wird unter anderem, Grundschulstandorte sowie Regel- und Gemeinschaftsschulen zusammenzuführen beziehungsweise aufzulösen. Betroffen von den Überlegungen sind laut Angaben des Landratsamtes auch Schulstandorte in Leinefelde und Kirchworbis.

Der Landkreis betont ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um bereits gefasste Beschlüsse handelt. Die Vorschläge sollen vielmehr als Grundlage für die weiteren Beratungen dienen. Vor möglichen Entscheidungen sollen unter anderem die Entwicklung der Schülerzahlen, pädagogische Aspekte, die Schülerbeförderung, räumliche Gegebenheiten sowie Investitions- und Folgekosten berücksichtigt werden.

Die Handlungsempfehlungen wurden bereits im Sozialausschuss des Landkreises sowie gegenüber Bürgermeistern und Schulleitungen vorgestellt. Weitere Fachämter, Institutionen und das Staatliche Schulamt sollen in den weiteren Prozess einbezogen werden.